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Nafas / Arahmaiani / Abbildungen

50. Biennale Venedig 2003

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11. Juni 2002, 2003
Installation, indonesischer Pavillon bei der 50. Biennale Venedig.

Am "11. Juni 2002" musste Arahmaiani auf dem Weg nach Kanada in Los Angeles auf den Anschlussflug warten. Sie wurde von der Einwanderungsbehörde festgenommen, weil sie für die Zwischenlandung kein Visum hatte. Nach vierstündigem Verhör sollte sie in eine Zelle gesperrt werden. Erst nach langen Verhandlungen durfte sie in dem von ihr gebuchten Hotelzimmer übernachten - allerdings unter strengster Bewachung. Um ganz sicher zu gehen, blieb der Beamte - selbst ein aus Pakistan stammender Muslim - die ganze Nacht bei ihr im Zimmer.

In ihrer Installation versetzt Arahmaiani das Publikum in die Rolle des Voyeurs. Es stößt in dem Raum mit Insignien der US-amerikanischen Konsumwelt immer wieder auf wie zufällig platzierte Spuren ihrer Intimität: Strümpfe, Unterwäsche, Fotos an der Wand, ein Koran auf dem Bett.

© Fotos: Vier obere: Haupt & Binder
Unten: Prüss & Ochs Galerie

 
 

 

Arahmaiani
Sozial engagierte Künstlerin, eine Schlüsselfigur der aktuellen Kunstszene Indonesiens. Von Haupt & Binder, August 2003

 

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