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Oktober 2003 |
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Drik - Bilder für den Wandel
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Angesichts der Konjunktur des Politischen in großen Ausstellungen der letzten Jahre (z.B. Documenta11 und 50. Biennale von Venedig), der vielen mit fotojournalistischen und dokumentarischen Mitteln erstellten Arbeiten und des als Teil dieser Veranstaltungen zelebrierten Diskurses über den Zustand der Welt, fragt man sich, weshalb Drik im internationalen Kunstkontext noch nicht mehr wahrgenommen wurde. Sicher ist das bei einer solchen Organisation, die in anderen Kreisen durchaus große Aufmerksamkeit findet, nicht unbedingt nötig. Wer aber die Intentionen der aktuellen, mit sozialem Anspruch daherkommenden Kunst ernst nimmt, dürfte sie in der Arbeit von Drik in mancherlei Hinsicht weitaus konsequenter erfüllt sehen. Driks Motto "Bilder für den Wandel" ist nicht bloß ein flotter Werbeslogan, sondern ein von den Mitgliedern tatsächlich beherzigtes Ethos. Als 1989 ein kleiner Kreis um Shahidul Alam in Dhaka eine Agentur für lokale Bildjournalisten gründete, ging dessen "Vision" (was der Name Drik in Sanskrit bedeutet) über eine rein berufliche Interessenvertretung hinaus. Im internationalen Rahmen wollten die Initiatoren von Drik etwas gegen die einseitige, sensationslüstern auf überflutete Landstriche, Fährunglücke, Hungersnöte oder andere Katastrophen reduzierte Darstellung ihrer Heimat tun, indem sie eigene, differenziertere Bilder produzieren und verbreiten. Bald schon schlossen sich etliche weitere Fotografen vor allem aus Asien, Afrika und Lateinamerika der Agentur an. Wie auf der Website von Drik zu lesen ist, teilen sie alle die Vision, dass die "Welt der Mehrheit" nicht als "Futter für die Berichterstattung über Katastrophen" gesehen werden sollte, sondern als eine "vibrierende Quelle menschlicher Energie und als Herausforderung eines ausbeuterischen globalen Wirtschaftssystems". In Bangladesch selbst geht Drik von der einfachen Erkenntnis aus, dass eine zur Hälfte aus Analphabeten bestehende Bevölkerung am besten über die visuelle Kraft von Bildern zu erreichen ist. Dabei gehört es zum Selbstverständnis, sowohl den Kreis qualifizierter Bilderproduzenten ständig zu erweitern als auch wirksam und nachhaltig gegen die Bildungsmisere und soziale Missstände vorzugehen. Überhaupt ist interessant, wie Drik es schafft, künstlerische und kulturelle, journalistische, politische, Bildungs- und andere Aktivitäten miteinander zu verbinden. Das umfassende Profil auf der Website lässt sich daraus ergebende Synergieeffekte recht gut erkennen. Besonders hervorhebenswert erscheinen uns u.a. diese Aspekte der Tätigkeit der Organisation:
Bildproduktion und -verbreitung
Nutzung neuer Medien
Vernetzung
Kunst- und Kulturveranstaltungen
Bildungsarbeit Links:
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>> Abbildungen Drik Picture Library Ltd.
House 58, Road 15A (New)
Chobi Mela IV
Chobi Mela III
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