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Tabu und Grenzüberschreitung in der zeitgenössischen indonesischen Kunst Bei allen Werken dieser Ausstellung geht es um eine Erkundung der Fragilität von Grenzen und Oberflächen. Risse zeigen unwillkürlich, was sich hinter sozialen, kulturellen und politischen Tabus verbirgt. Hinter einem Tabu stehen soziale Normen, Macht und Übereinkünfte, und durch Grenzüberschreitung entsteht dagegen Widerspruch, der sich in verschiedenen subtilen Formen äußert. Wie Schnitte in der Haut, ein leicht zurückgezogener Vorhang, der Moment zwischen Schlafen und Wachen oder ein offener Reißverschluss implizieren die Werke dieser Ausstellung Einfriedung, Bloßstellung, Auslöschung und Enthüllung. Sie demonstrieren, dass Oberflächen und Grenzen Räume definieren und damit psychologisch und sozial definiert und kontrolliert sind.
Wir danken dem Herbert F. Johnson Museum und Amanda Rath dafür, dass sie uns für diese Publikation Fotos und Texte zur Verfügung gestellt haben.
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