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November 2008 |
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Ahmed Mater Al-Ziad Aseeri
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Ahmed Mater ist einer der aufsteigenden Sterne der zeitgenössischen Kunst Saudi-Arabiens. Er ist auch ein Mann mit vielen Gesichtern. Da ist Mater der Arzt, der voll ausgebildete Allgemeinmediziner in einem Krankenhaus in Abha; Mater der Landschaftsfotograf, dessen Aufnahmen schon oft ausgestellt wurden und in einem Buch gesammelt erschienen sind; oder Mater das Gesicht der jüngsten landesweiten Werbekampagne der saudischen Telefongesellschaft Mobily. Und dann ist da Mater der zeitgenössische Künstler, einer von nur zwei Vertretern Saudi-Arabiens in der Ausstellung des British Museums Word into Art sowie in der Sharjah Biennale 2007. Mater ist auch Ko-Kurator und einer der wichtigsten Teilnehmer der Ausstellung Edge of Arabia, der ersten großen Schau zeitgenössischer Kunst aus Saudi-Arabien in London, die vom 16. Oktober bis zum 13. Dezember 2008 in der Brunei Gallery zu sehen ist. Im Mai 2008 habe ich Ahmed Mater in seinem Atelier in Abha interviewt, der Hauptstadt der Provinz Aseer im Süden von Saudi-Arabien. Dort wuchs Mater auf, und dieser Ort ist von wesentlicher Bedeutung für seine Identität und sein künstlerisches Schaffen. Sein Kreis junger, gleichgesinnter Künstler nennt sich Ibn Aseer, was "Sohn Aseers" bedeutet, und Abha, seine Heimatstadt, unterscheidet sich ziemlich von anderen saudischen Städten. Sie ist zerklüfteter, die Straßen schlängeln sich kurvenreich an Felsen entlang, es gibt mehr Farbe, mehr Bäume, von denen einige blühen, man sieht Männer, die ihre Haare lang tragen und das Tuch eher flüchtig um ihren Kopf gebunden haben, so wie man das in Riad nicht tun würde. Auch die Architektur ist anders, entstanden aus einer älteren Tradition, die mehrere Motive und Strukturen dem nahen Jemen verdankt. Vor allem aber hat das Machen von Kunst in diesem Teil des Landes eine reichere Herkunft. Maters Mutter ist zum Beispiel selbst eine Künstlerin und füllt das Innere des Hauses mit einheimischen Aseeri-Gestaltungen. Wir trafen uns in Maters Atelier. Er wurde 1979 geboren und ist aufgeweckt und gedankenreich und eine ungewöhnliche Mixtur aus Einflüssen und Triebkräften. Nur selten legt er sein iPhone aus der Hand, und falls doch, dann nur um eine Zigarre Cohiba Nr. 1 zu halten. An manchen Tagen trägt er Jeans und Hemden, an anderen die traditionellen thob, ghutra und egal. Er baut seine eigenen Websites und versteht viel von Marketing und Promotion, doch zugleich kommt er aus einer traditionellen Aseeri-Familie und bleibt darin kulturell verwurzelt. Achmed Maters Werk umfasst Performance und Installation, und er arbeitet ebenso auf Papier oder Leinwand. Für letzteres ist seine Erfahrung als Saudi und als Arzt von Bedeutung. In einigen seiner bekanntesten Werke erscheinen Röntgenbilder aus dem Krankenhaus, die vielleicht unscharf oder auf die falschen Körperregionen gerichtet und deshalb unbrauchbar sind. Oft malt er auf diese Röntgenbilder oder fügt Textpassagen aus Grays Anatomie [1], Gedichte oder religiöse Zitate hinzu. Das gehört zu seinem dauerhaften Bemühen, das Verhältnis zwischen divergierenden Wahrnehmungen des menschlichen Körpers zu erkunden. Indem er dergleichen tut, ersetzt er die empirische wissenschaftliche Analyse durch spirituelle Spekulation. Dieses Röntgen-Motiv ist auch eine Anspielung auf das allgemein Menschliche, was in Illuminations deutlich wird, seinem Hauptbeitrag zu Edge of Arabia.
Henry Hemming: Wie hast du Illuminations gemacht?
H.H.: Deine letzte Einzelausstellung wurde von Seiner Königlichen Hoheit König Abdullah von Saudi-Arabien eröffnet. In seiner Rede sagte er, dass junge Leute wie du, ein wesentlicher Teil der Zukunft Saudi-Arabiens seien. Welches ist heutzutage die Rolle des Künstlers in Saudi-Arabien.
H.H.: Welche Künstler haben dich am meisten beeinflusst?
H.H.: Du hast eine der größten Bibliotheken, die ich in Saudi-Arabien gesehen habe. Wo kommen alle diese Bücher her? Anmerkung:
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>> Abbildungen Ahmed Mater Al-Ziad Aseeri
Edge of Arabia
8. Sharjah Biennale
Saudi-Arabien: Künstler |
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