|
BE-SIDES Im Juli 2007 lud das Goethe-Institut Libanon junge libanesische Fotografen ein, sich im Rahmen eines Workshops mit der subjektiven mentalen Verfassung im heutigen Libanon auseinanderzusetzen. In Kooperation mit der deutschen Fotografin Frauke Eigen, die den achttägigen Workshop leitete, waren sie dazu aufgefordert worden, eine visuelle Sprache zu entwickeln, die außenstehende Betrachter in die Lage versetzt, die Atmosphäre des eingefangenen Moments zu erfassen. Der zentrale konzeptionelle Ansatzpunkt des Workshops, zusammengefasst im Titel "Wie junge libanesische Fotografen den heutigen Libanon sehen", bestand darin, dass die TeilnehmerInnen in Konsultationen mit Frauke Eigen eine individuelle Art entwickeln, die eigenen Ideen zum Ausdruck zu bringen, sei es zur aktuellen politischen Situation, zu sozialen oder zu privaten Themen. Die Fotografien in BE-SIDES zeigen persönliche Auffassungen, die junge Menschen von ihrem Land, dem Libanon, haben. Die Fotografinnen und Fotografen haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen: einige studierten Fotografie bei Gilbert Hage, einem der renommiertesten libanesischen Fotografen, ein paar hatten bereits Fotopreise gewonnen, andere bauten auf ihrer persönlichen Erfahrung auf und sind Autodidakten. Die Eröffnung der Ausstellung im Oktober 2007 fand an einem ganz besonderen Ort statt: dem Hangar von UMAM Documentation & Research, der sich in den südlichen Vorstädten von Beirut befindet, in Haret Hreik, einer Gegend, in die Bewohner Beiruts aus anderen Teilen der Stadt kaum kommen. Doch zur Eröffnung sind sie gekommen, so wie auch Leute aus der Nachbarschaft. Das gemischte Publikum und der Ort selbst passten bestens zu einer Ausstellung, die so viele Sichtweisen des Libanon umfasst.
Newsletter:
|
|




