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Die Tropen
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85 Werke der zeitgenössischen Kunst von 39 Autoren zusammen mit 200 Exponaten aus Afrika, Asien, Ozeanien und dem tropischen Amerika aus den Sammlungen des Ethnologischen Museums Berlin.
>> Foto-Tour durch die Ausstellung Nach den mit über einer halben Million Besuchern äußerst erfolgreichen Präsentationen in Brasilia und Rio de Janeiro wird die Ausstellung jetzt in einer deutlich erweiterten Version in Berlin gezeigt. Das Gemeinschaftsprojekt des Goethe-Instituts und des Ethnologischen Museums Berlin spannt einen Bogen von der vormodernen, vorkolonialen Zeit bis zu zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Die Veranstalter wollen damit den Versuch unternehmen "in spannungsreichen Zeiten die Energieströme und feinen Störungen zwischen den Hemisphären aufzuspüren, zu zeigen, welche kulturellen Kräfte zusammen und welche gegeneinander wirken. Die Ausstellung will einen unbestechlichen, krisenresistenten Bildervorrat anlegen, der eine nichthierarchische Betrachtung der Welt erlaubt." Alfons Hug, der Initiator des Projekts, schreibt in seinem Katalogtext u.a.: "Da es sich um eine Kunstausstellung handelt, wurden auch die älteren Werke in erster Linie nach ästhetischen und nicht nach wissenschaftlichen Kriterien ausgewählt. Generell geht es um eine Reästhetisierung der Tropen, die dazu beitragen soll, angesichts der übermächtigen politischen und ökonomischen Diskurse das kulturelle Gewicht der tropischen Naturräume in die Waagschale zu werfen. Eindimensionalen Armutsdebatten (Hunger, Gewalt, politische Krisen) oder groben Banalisierungen (Traumschiff) werden die künstlerische Komplexität und der ästhetische Überschuss der Tropen gegenübergestellt, letztlich auch mit dem Ziel, den Nord-Süd-Dialog neu zu bestimmen. Der Süden wird somit aus der Falle eines chronischen Defizitdiskurses befreit, während der Norden seine Welterklärungsmodelle, die auf ökonomischen Parametern fußen, relativiert, damit eine echte kosmopolitische und mehrperspektivische Weltsicht im Sinne Humboldts möglich wird." Die Ausstellung wird durch sieben zentrale, mythisch aufgeladene Themen strukturiert, die jeweils von der alten wie der zeitgenössischen Kunst dargestellt werden:
1. Nach der Sintflut (Natur und Landschaft) Die Tropen. Ansichten von der Mitte der Weltkugel soll eine wichtige Wegmarke hin zum Humboldt-Forum sein, das auf dem Schlossplatz in der Mitte Berlins geplant ist und die außereuropäischen Kulturen als gleichwertig mit den Kulturen Europas präsentieren soll.
Veranstalter:
Kuratoren:
Ort:
Katalog Mit Beiträgen über Kunst und Kultur der Tropen von Anthony F. Aveni, Breyten Breytenbach, Roberto Cabot, Ticio Escobar, Maria Gaida, Regina Höfer, Alfons Hug, Peter Junge, Viola König, Markus Schindlbeck und Michael Taussig
Hrsg. Alfons Hug, Peter Junge, Viola König
Parallel zu der großen Schau im Martin-Gropius-Bau findet in mehreren Kulturinstitutionen ein breit gefächertes Rahmenprogramm zum Thema Tropen mit Konzerten, Performances, Filmen, Ausstellungen, Diskussionen, Symposien und Vorträgen statt. Veranstalter sind das Goethe-Institut, das Ibero-Amerikanische Institut (IAI), das Theater Hebbel am Ufer, die Freunde der Deutschen Kinemathek / Kino Arsenal.
Themenschwerpunkt "Tropen"
Götter der lateinamerikanischen Tropen – eine zeitgenössische Vision
Siehe auch:
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